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Vergleich

Social Recruiting oder Jobbörse? Was für Ihren Träger passt

Von Sebastian Mekas, Co-Founder Imployo GmbH · Stand 07.11.2026

Weggabelung im herbstlichen Park mit Laub und Bäumen im Morgenlicht. Bild mit KI erstellt.
Bild mit KI erstellt.

Beides hat seinen Platz: Die Jobbörse erreicht Menschen, die aktiv suchen, Social Recruiting erreicht alle anderen. Wer Social Recruiting und Jobbörse vergleicht, fragt in Wahrheit, wen er mit seiner Stelle erreichen will. Die Antwort hängt von der Stelle ab, nicht von einer Mode.

Diese Seite vergleicht beide Wege nach Reichweite, Aufwand, Dauer und Passung. Sie richtet sich an Geschäftsführung, Personalleitung und Einrichtungsleitung in Pflege, Sozialwirtschaft und kommunalen Unternehmen. Preise nennen wir hier nicht, den Weg zum verbindlichen Angebot dafür umso genauer.

Das Wichtigste in Kürze

Die Jobbörse spricht die Suchenden an, Social Recruiting die Offenen. Für Träger ist die Kombination beider Wege die stärkere Wahl.

  • Jobbörse: erreicht Menschen mit aktiver Suche, braucht wenig Aufwand und eine Anzeige, die sich abhebt.
  • Social Recruiting: zeigt Ihre Stelle Menschen in Ihrer Region, auch wenn sie nicht suchen.
  • Dauer: Eine Kampagne läuft rund drei Wochen und wird danach mit Ihnen ausgewertet.
  • Passung: Die Bewerbungsseite spricht nur über diese eine Stelle, die Bewerbung kommt mit einer ersten Einschätzung zur Passung.
  • Entscheidung: Fachkraft oder Assistenz, Dringlichkeit und Region bestimmen die Mischung.

Was unterscheidet Social Recruiting und Jobbörse?

Beide Wege lösen dasselbe Ziel auf verschiedene Weise. Die Jobbörse sammelt Anzeigen und Suchende an einem Ort. Social Recruiting bringt die Anzeige in Instagram und Facebook zu den Menschen, die dort ohnehin Zeit verbringen.

KriteriumJobbörseSocial Recruiting
ReichweiteMenschen, die aktiv nach einer Stelle suchenMenschen in Ihrer Region, auch ohne aktive Suche
AufwandAnzeige schreiben und einstellen, Bewerbungen sichtenFreigabe der Bausteine und schnelle Rückmeldung, Aufbau übernimmt Imployo
DauerLaufzeit nach Buchung beim AnbieterEine Kampagne läuft rund drei Wochen
PassungHängt von Text und Angebot der Anzeige abBewerbungsseite je Stelle, Kurzbewerbung mit erster Einschätzung zur Passung
SteuerungDie Suchenden entscheiden, ob sie Ihre Anzeige findenNach Stelle und Region steuerbar

Mehr zu den Grundlagen lesen Sie im Ratgeber Social Recruiting.

Wen erreicht die Jobbörse?

Die Jobbörse erreicht, wer jetzt sucht. Nach der IAB-Stellenerhebung nutzten Betriebe 2025 in 57 Prozent der Fälle Internet-Jobbörsen. In 21 Prozent der Neueinstellungen war dieser Weg entscheidend.

Wer eine Stellenanzeige für die Pflege schalten will, trifft auf einen engen Markt. Die Arbeitslosenquote der Pflegefachkräfte lag 2025 bei 1,1 Prozent (Bundesagentur für Arbeit). Auf 100 gemeldete Stellen für Pflegefachkräfte kommen rechnerisch nur 57 Arbeitslose.

In der Pflegeassistenz ist das Verhältnis umgekehrt: 223 Arbeitslose kommen auf 100 gemeldete Stellen. Für Helfer- und Assistenzstellen bietet die Jobbörse deshalb mehr Auswahl.

Wen erreicht Social Recruiting?

Social Recruiting erreicht auch Menschen, die nicht auf Jobbörsen sind. Laut ARD/ZDF-Medienstudie 2025 nutzen 63 Prozent der Menschen ab 14 Jahren mindestens wöchentlich soziale Netzwerke. Instagram kommt auf 40 Prozent, Facebook auf 31 Prozent.

Studie: Wer sucht, und wer wäre offen? In einer repräsentativen Befragung von EY unter 1.555 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern suchen 26 Prozent aktiv oder gelegentlich nach einer neuen Stelle. 33 Prozent sind an einer Alternative interessiert, wenn sich eine ergibt. (EY-Jobstudie 2025, alle Berufe)

In der Pflege zeigt die DBfK-Umfrage 2026 dasselbe Muster. 20 Prozent der Pflegefachpersonen ohne Führungsverantwortung hatten in den letzten zwölf Monaten mehrmals wöchentlich oder täglich über einen Arbeitgeberwechsel nachgedacht. Diese Menschen suchen nicht aktiv, sind aber für ein gutes Angebot offen.

Welche Faktoren entscheiden, was für Ihren Träger passt?

Fünf Fragen führen zur richtigen Mischung:

  • Wen suchen Sie? Für examinierte Pflegefachkräfte, bei denen die Arbeitslosen knapp sind, hilft Reichweite über die Suchenden hinaus. Für Assistenz und Helferstellen hat die Jobbörse mehr Auswahl.
  • Wie dringend ist die Stelle? Im Oktober 2024 lag die Vakanzzeit in der Altenpflege im Schnitt bei 296 Tagen und in der Krankenpflege bei 269 Tagen (Bundesregierung).
  • Wo liegt der Standort? Social Recruiting richtet sich an Menschen in Reichweite eines bestimmten Standorts, nicht bundesweit.
  • Was bieten Sie? Ein klares Angebot wie verlässliche Dienstplanung überzeugt in jeder Anzeige. Ein austauschbares Angebot verpufft auch bei großer Reichweite.
  • Wer antwortet? Beide Wege brauchen eine schnelle Rückmeldung am selben oder nächsten Werktag.

Was kostet es, nur auf die Jobbörse zu setzen?

Eine Stelle, die offen bleibt, kostet jeden Tag Leistung. Die Jobbörse bleibt ein sinnvoller Weg, erreicht aber nur einen Teil der möglichen Bewerberinnen und Bewerber. Nach der Bundesagentur für Arbeit wird zudem nur rund jede zweite offene Stelle überhaupt gemeldet.

Betriebe kombinieren deshalb mehrere Wege. Online-Portale, eigene Homepage und soziale Medien waren 2025 zusammen in 52 Prozent der Fälle entscheidend, 2024 in 47 Prozent (IAB). Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen. Zählen Sie, wie viele Stellen offen sind, seit wann, und was Sie jeder Monat mit Überstunden kostet.

Wie sich die Investition für Social Recruiting zusammensetzt, lesen Sie auf der Seite Social-Recruiting-Kosten.

Wie kombinieren Sie beide Wege?

Nutzen Sie die Jobbörse für die Suchenden und die Kampagne für alle anderen. So gehen Sie vor:

  1. Karriereseite als Ziel: Beide Wege führen Interessierte auf Ihre Karriereseite. Wir bauen sie zuerst unverbindlich und ohne Vorkasse, Sie buchen nur, wenn Sie sie wollen.
  2. Jobbörse für die Suchenden: Sie schalten Ihre Anzeige mit klaren Angaben zu Dienstplan, Team und Standort.
  3. Kampagne für die Offenen: Die Social-Recruiting-Kampagne läuft rund drei Wochen auf Instagram und Facebook und führt auf eine Bewerbungsseite je Stelle.
  4. Kurzbewerbung: Die Bewerbung dauert rund drei Minuten, ohne Lebenslauf und Anschreiben.
  5. Auswertung: Im Kundenportal sehen Sie, wie viele Menschen die Anzeige gesehen, angeklickt und sich beworben haben.
Praxistipp: Führen Sie beide Wege auf dieselbe Stelle und denselben Ansprechpartner. So vergleichen Sie, welcher Weg welche Bewerbungen bringt, und Sie antworten schneller.

Wie bekommen Sie ein verbindliches Angebot?

Das Angebot entsteht in drei Schritten, und der erste ist kostenlos und unverbindlich.

  1. Erstgespräch: In 30 Minuten klären wir Stelle, Region und Zielgruppe und was zu Ihnen passt.
  2. Angebot: Sie erhalten ein verbindliches Angebot mit getrennten Posten für Aufbau, Betrieb und Werbebudget.
  3. Entscheidung: Sie wählen einzelne Leistungen oder den gesamten Ablauf und ergänzen später weitere.

Auf Ihre Anfrage erhalten Sie eine Antwort innerhalb eines Werktags.

Fazit: Kombinieren Sie, statt zu wählen

Die Jobbörse holt die Suchenden, Social Recruiting die Offenen, und beides zusammen deckt mehr ab als jeder Weg allein. Beginnen Sie mit einer Stelle und einem Angebot, das Sie klar benennen können. Hinweise für die Pflege finden Sie unter Recruiting für Pflege.

Legen Sie vorher fest, wer Bewerbungen beantwortet. Im Erstgespräch klären wir in 30 Minuten, welche Stelle zuerst an der Reihe ist und welche Mischung zu ihr passt. Erstgespräch vereinbaren

Quellen

  • Online-Medien sind bei der Personalsuche auf dem Vormarsch (IAB-Stellenerhebung 1/2026), Alexander Kubis, IAB-Forum, 8. Juni 2026, https://iab-forum.de/online-medien-sind-bei-der-personalsuche-auf-dem-vormarsch/
  • Arbeitsmarktsituation in Pflegeberufen (Arbeitslosenquote, Arbeitslose je 100 gemeldete Stellen, jede zweite offene Stelle gemeldet), Blickpunkt Arbeitsmarkt, Bundesagentur für Arbeit, Mai 2026, https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-im-Fokus/Berufe/Generische-Publikationen/Arbeitsmarktsituation-in-Pflegeberufen.pdf
  • Antwort der Bundesregierung, Drucksache 20/13882 (Vakanzzeit Altenpflege 296 Tage, Krankenpflege 269 Tage, Oktober 2024), Deutscher Bundestag, 2024, https://dserver.bundestag.de/btd/20/138/2013882.pdf
  • Social Media zwischen Wachstum und Sättigung (ARD/ZDF-Medienstudie 2025), Florian Tippelt, Media Perspektiven 31/2025, https://www.media-perspektiven.de/publikationsarchiv/2025/detailseite-ard-zdf-medienstudie-2025/social-media-zwischen-wachstum-und-saettigung-nutzungsmuster-und-plattformdynamiken-in-deutschland?type=321
  • EY-Jobstudie 2025, Pressemitteilung vom 12. September 2025, EY, https://www.ey.com/de_de/newsroom/2025/09/ey-jobstudie-2025-karriere-wechselbereitschaft
  • Pflege, wie geht es dir? Umfrage 2026, Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), 2026, https://www.dbfk.de/media/docs/newsroom/pressemitteilungen/2026/Pflege-wie-geht-es-dir-2026.pdf
FAQ

Fragen zu Jobbörse und Social Recruiting.

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