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Branche

Recruiting für Kitas und Jugendhilfe: Erzieherinnen und Erzieher gewinnen

Die Personalgewinnung Kita und Jugendhilfe entscheidet sich nicht an der Aufgabenliste, sondern an Haltung, Konzept und Team. Wer Erzieher finden möchte, muss zeigen, wie in der Einrichtung pädagogisch gearbeitet wird und mit wem. Eine Stellenanzeige mit Aufgaben und Anforderungen beantwortet diese Frage nicht.

Von Sebastian Mekas, Co-Founder Imployo GmbH · Stand 28.10.2026

Heller Gruppenraum einer Kita mit Holzstühlen, Spielküche und bunter Wandgestaltung
Foto: Ksenia Chernaya, Pexels
Das Wichtigste in Kürze

Pädagogische Fachkräfte wählen ihren Arbeitgeber nach Haltung, Konzept und Team. Ein Recruiting, das genau das sichtbar macht, erreicht auch Menschen, die gerade nicht aktiv suchen.

Diese Seite richtet sich an Kita-Träger in kommunaler, kirchlicher und freier Hand, an Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und an Familienzentren. Sie zeigt, wie Recruiting für Kitas und Jugendhilfe mit Karriereseite, Social-Recruiting-Kampagne, TeamPlayer und Kundenportal funktioniert. Dazu kommen belegte Zahlen zur Lage am Arbeitsmarkt.

Lage

Erzieherinnen und Erzieher gelten laut Bundesagentur für Arbeit als Engpassberuf.

Zielgruppe

Wer wechselt, bleibt im Feld. Nur 5 Prozent der Fachkräfte verließen 2023 beim Jobwechsel die Kindertagesbetreuung.

Karriereseite

Sie zeigt Stellen, Standorte, Ausbildung und Team an einem Ort.

Kampagne

Anzeigen führen auf eine Bewerbungsseite für genau diese Stelle, die Kurzbewerbung dauert rund 3 Minuten.

Ablauf

Sie geben alles im Kundenportal frei, bevor es online geht.

Warum ist die Personalgewinnung in Kita und Jugendhilfe so schwer?

Der Bedarf wächst seit Jahren. Die Zahl der pädagogischen Fachkräfte stieg laut Bundesagentur für Arbeit in zehn Jahren um 43 Prozent auf knapp 800.000. Das Statistische Bundesamt zählte am 1. März 2025 in Kindertageseinrichtungen 795.700 Personen im pädagogischen, leitenden und Verwaltungsbereich, 17.500 mehr als im Vorjahr. Freie Fachkräfte, die dieses Wachstum auffangen, gibt es kaum.

Der Arbeitsmarkt zeigt es deutlich. Der Erzieherberuf gilt laut der letzten Fachkräfteengpassanalyse mit Daten aus 2024 als Engpassberuf. Im Jahresdurchschnitt 2025 standen gut 11.000 gemeldeten Stellen knapp 13.000 arbeitslose Erzieherinnen und Erzieher gegenüber. Wer Stellen besetzen will, findet kaum jemanden, der sofort verfügbar ist.

Die Zusammensetzung der Teams verändert sich. Der Anteil klassisch ausgebildeter Erzieherinnen und Erzieher sank laut Fachkräftebarometer in zehn Jahren von 68 auf 63 Prozent. Der Anteil der Auszubildenden, die schon in einer Kita arbeiten, stieg von 4 auf 7 Prozent. Der Grund sind praxisintegrierte und vergütete Ausbildungen. Neue Kolleginnen und Kollegen kommen häufiger aus Ausbildung und Quereinstieg. Sie brauchen ein Bild davon, wie Einarbeitung und Team aussehen.

Hinzu kommt der Geburtenrückgang. Im Osten sank die Zahl der Neugeborenen seit 2016 um 29 Prozent, im Westen seit 2021 um 14 Prozent. Die Zahl der unter Dreijährigen in Kindertagesbetreuung fiel 2025 um 5,6 Prozent auf 801.300.

In der Kinder- und Jugendhilfe außerhalb der Kindertagesbetreuung arbeiteten laut Statistischem Bundesamt zum Stichtag 15. Dezember 2022 insgesamt 274.800 Personen im pädagogischen, leitenden und Verwaltungsbereich. Davon waren 198.500 bei freien und 76.300 bei öffentlichen Trägern beschäftigt, verteilt auf 29.600 Träger. Viele Träger suchen in derselben Region nach denselben Fachkräften.

Zahl

Der Anteil der Teilzeitstellen in Kitas liegt bei 64 Prozent (Bundesagentur für Arbeit). Nennen Sie in Ihrer Anzeige deshalb Stundenmodelle und Dienstplan konkret, statt nur „Voll- oder Teilzeit“ zu schreiben.

Wo suchen pädagogische Fachkräfte wirklich?

Knapp 13.000 arbeitslosen Erzieherinnen und Erziehern stehen knapp 800.000 Beschäftigte gegenüber (Bundesagentur für Arbeit, Jahresdurchschnitt 2025). Die Fachkräfte, die Sie gewinnen möchten, arbeiten schon in einer Einrichtung. Sie reagieren nicht auf Stellenbörsen, sondern auf ein gutes Angebot in ihrer Nähe.

Drei Wege funktionieren zusammen:

  • Jobbörse: Sie erreicht Menschen, die aktiv suchen. Das ist ein kleiner Teil der Fachkräfte.
  • Empfehlung aus dem Team: Sie wirkt stark, wenn das Team zufrieden ist. Sie lässt sich aber nicht planen.
  • Social Recruiting: Die Anzeige erscheint in der Region bei Menschen, die zur Stelle passen könnten. Wie das funktioniert, erklärt der Ratgeber zu Social Recruiting.

Praxistipp

Ersetzen Sie in Ihrer Anzeige die Aufgabenliste durch zwei Antworten: Wie arbeiten wir pädagogisch? Und wie geht das Team miteinander um? Genau danach fragen sich Fachkräfte, die über einen Wechsel nachdenken.

Wie Imployo für Kitas und Jugendhilfe arbeitet

Imployo ist seit 2024 am Markt und betreut 2026 über 100 Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen. Sie stellen Ansprechpartner, Stelleninfos und Freigaben bereit. Den Rest übernehmen wir. Vier Bausteine greifen ineinander:

  • Karriereseite: Eine Karriereseite Kita zeigt offene Stellen, Standorte, Teams und echte Stimmen auf einer Seite, mit Unterseiten zum Beispiel für Ausbildung und Bewerbung. Träger mit vielen Standorten ordnen ihre Stellen nach Ort und Bereich, Bewerberinnen finden schnell die passende Einrichtung. Die Bewerbung klappt mobil in wenigen Schritten.
  • Social-Recruiting-Kampagnen: Wir zeigen Ihre Stelle den passenden Menschen in Ihrer Region. Die Anzeige führt auf eine Bewerbungsseite für genau diese Stelle an diesem Ort. Die Kurzbewerbung besteht aus wenigen Fragen zum Antippen, ohne Lebenslauf und ohne Anschreiben. Die Kampagne läuft rund drei Wochen, dazu gehören drei Anzeigenmotive als Feed, Story und Video.
  • TeamPlayer: Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Leitungen erzählen in kurzen Audio- und Video-Clips von ihrem Alltag, etwa zu Teamgefühl, Übergabe und pädagogischem Konzept. Interessierte stellen eine Frage und bekommen passende Clips angezeigt. Zu jedem Clip gibt es ein Transkript.
  • Kundenportal: Bewerbungsseiten, Anzeigen und Clips geben Sie dort frei. Änderungen beauftragen Sie im Portal, ohne E-Mail-Schleifen. Leitung, Trägerzentrale und Personalabteilung sehen denselben Stand und dieselben Auswertungen.

Gerade der TeamPlayer beantwortet, was in der Pädagogik zählt. Eine Kollegin, die erzählt, wie die Übergabe läuft und wie das Team Konflikte löst, überzeugt stärker als jede Aufzählung von Aufgaben.

Datenschutz und Mitbestimmung

Was müssen Kitas und Jugendhilfe bei Datenschutz und Mitbestimmung beachten?

Recruiting berührt Ihr Team, und Ihr Team hat Rechte. Binden Sie Mitarbeitervertretung, Personalrat oder Betriebsrat früh ein, bevor Aufnahmen entstehen. So vermeiden Sie spätere Verzögerungen vor dem Start.

Bei Imployo sind diese Punkte fest eingeplant:

  • Einwilligung vor jeder Aufnahme: Mitarbeitende wirken freiwillig mit und geben ihre Clips frei.
  • Freigabe vor Veröffentlichung: Nichts geht ohne Ihre Zustimmung online.
  • Geschützter Zugang: Das Kundenportal ist nur mit Anmeldung in zwei Schritten erreichbar. Es sehen nur Personen die Inhalte, die wir dafür freischalten, und das Imployo-Team.
  • Auswertung nur mit Einwilligung: In den Zahlen des TeamPlayers erscheinen nur Besucherinnen und Besucher, die der Auswertung zugestimmt haben.

Hinweis für kirchliche Träger

Bei Caritas, Diakonie und Kirchenkreisen gelten Mitarbeitervertretung und kirchlicher Datenschutz. Wir stimmen uns darauf mit Ihnen ab, die Details klären wir im Erstgespräch.

Zusammenarbeit

So läuft der Einstieg

Der Weg von der ersten Frage bis zum Start hat fünf Schritte:

Wenn Sie zuerst sehen möchten, wie Ihre Karriereseite aussehen würde: Wir bauen sie unverbindlich mit Ihren echten Stellen und Standorten. Sie sehen das fertige Ergebnis, bevor Sie etwas zahlen.

1

Erstgespräch

In 30 Minuten klären wir Ziele, Stellen und Standorte. Das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.

2

Kick-off

Wir legen Ansprechpartner, Zeitplan und Inhalte fest.

3

Inhalte und Aufnahmen

Wir erstellen Texte, Seiten und TeamPlayer-Clips. Ihre Mitarbeitenden wirken freiwillig mit.

4

Freigabe

Sie prüfen alles im Kundenportal, bevor es online geht.

5

Start und Auswertung

Karriereseite und Kampagnen gehen live, die Ergebnisse sehen Sie im Portal.

Fazit

Zeigen Sie, wie Arbeit bei Ihnen wirklich aussieht

Erzieherinnen und Erzieher gelten als Engpassberuf. Wer sie gewinnen will, muss sichtbar machen, was Fachkräfte bei der Entscheidung für einen Arbeitgeber suchen: ein pädagogisches Konzept, das zu ihrer Haltung passt, und ein Team, in dem sie gern arbeiten. Aufgabenlisten leisten das nicht.

Karriereseite, TeamPlayer und Kampagne in Ihrer Region führen von der ersten Aufmerksamkeit bis zur Bewerbung. Im Kundenportal behalten Sie dabei den Überblick. Sprechen Sie im Erstgespräch mit uns über Ihre offenen Stellen. Wir zeigen Ihnen, wie Recruiting für Ihre Kita oder Ihre Einrichtung der Jugendhilfe aussehen kann.

Erstgespräch vereinbaren
Quellen (4)
  • Arbeitsmarkt Kompakt: Kinderbetreuung und -erziehung, Bundesagentur für Arbeit, 2025, https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-im-Fokus/Berufe/Online-KV/Erzieher.html
  • Zahl der unter Dreijährigen in Kindertagesbetreuung 2025 um 5,6 % gesunken (Pressemitteilung Nr. 392), Statistisches Bundesamt, 31.10.2025, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/10/PD25_392_225.html
  • Frühe Bildung im Umbruch: Fachkräftebarometer Frühe Bildung 2025, Deutsches Jugendinstitut, 05.11.2025, https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/1658-fruehe-bildung-im-umbruch-weiteres-personalwachstum-in-westdeutschen-kitas-stagnation-im-osten-1.html
  • 29 600 Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Jahr 2022 (Pressemitteilung Nr. 129), Statistisches Bundesamt, 28.03.2024, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/03/PD24_129_225.html
FAQ

Häufige Fragen.

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