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Branche

Recruiting für Pflege und Altenhilfe: Fachkräfte in Ihrer Region erreichen

Stand 28.10.2026 · Imployo GmbH

Recruiting für Pflege und Altenhilfe erreicht Fachkräfte dort, wo sie ohnehin Zeit verbringen: auf Instagram und Facebook statt in der Jobbörse. Die meisten Pflegefachkräfte haben einen Arbeitsplatz und suchen nicht aktiv. Offen für ein gutes Angebot in ihrer Nähe sind trotzdem viele.

Wer Pflegekräfte finden will, braucht deshalb drei Bausteine, die ineinandergreifen. Eine Karriereseite zeigt, wie Arbeit bei Ihnen aussieht. Der TeamPlayer lässt Ihr Team selbst erzählen. Eine Kampagne bringt genau diese Stelle zu den Menschen in Ihrer Region.

Diese Seite zeigt, wie das bei ambulanten Diensten, Pflegeheimen, Seniorendiensten und Trägern mit mehreren Standorten funktioniert. Sie lesen, warum die Personalgewinnung in der Pflege so schwer ist und wo Fachkräfte erreichbar sind. Danach sehen Sie, wie Imployo arbeitet und wie der Einstieg abläuft.

Das Wichtigste in Kürze

Pflegekräfte zu gewinnen ist ein Reichweitenproblem und ein Vertrauensproblem. Karriereseite, TeamPlayer und Kampagne lösen beides gemeinsam.

  • Lage: Die Bundesagentur für Arbeit zählt Pflegeberufe zu den Engpassberufen. Bis 2049 fehlen nach dem Statistischen Bundesamt zwischen 280.000 und 690.000 Pflegekräfte.
  • Reichweite: Die Arbeitslosenquote der Pflegefachkräfte liegt bei 1,1 Prozent. Anzeigen in sozialen Netzwerken erreichen auch Menschen, die nicht aktiv suchen.
  • Argumente: Verlässliche Dienstplanung und ein Team, das zusammenhält, gehören zu den Gründen, die Pflegende selbst nennen.
  • Bewerbung: Die Kurzbewerbung dauert rund drei Minuten, ohne Lebenslauf und Anschreiben. Die Kampagne läuft rund drei Wochen.
  • Kontrolle: Sie geben jeden Baustein im Imployo Hub frei. Nichts geht ohne Ihr Ja online.

Warum ist Personalgewinnung in der Pflege so schwer?

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt kräftig. Das Statistische Bundesamt zählte Ende 2023 knapp 5,7 Millionen Pflegebedürftige, 730.000 oder 15 Prozent mehr als 2021. Die Bundesagentur für Arbeit zählt die Pflegeberufe 2025 zu den Engpassberufen. Sie beschreibt den Fachkräftemangel in der Pflege als seit Jahren flächendeckend.

Für die Zukunft rechnet das Statistische Bundesamt mit einer größeren Lücke. Der Bedarf an erwerbstätigen Pflegekräften steigt von 1,62 Millionen im Jahr 2019 auf 2,15 Millionen im Jahr 2049. Je nach Szenario fehlen dann zwischen 280.000 und 690.000 Pflegekräfte. Die größere Lücke entspricht 43 Prozent der 2019 in Pflegeberufen Tätigen.

Für Ihre Personalgewinnung in der Pflege heißt das: Sie konkurrieren in Ihrer Region mit jedem anderen Träger um dieselben Fachkräfte. Eine Anzeige, die nur auf Bewerbungen wartet, erreicht davon die wenigen, die gerade suchen.

Wo suchen Pflegekräfte wirklich nach einem neuen Arbeitgeber?

Die wenigsten Pflegefachkräfte sind arbeitslos. Die Arbeitslosenquote der Pflegefachkräfte lag 2025 bei 1,1 Prozent, die der Pflegekräfte insgesamt bei 3,4 Prozent (Bundesagentur für Arbeit, Jahresdurchschnitt). Wer sie gewinnen will, muss Menschen erreichen, die Arbeit haben.

Soziale Netzwerke bieten dafür die Reichweite. Laut ARD/ZDF-Medienstudie 2025 nutzen 63 Prozent der Menschen ab 14 Jahren in Deutschland soziale Netzwerke mindestens wöchentlich. Instagram kommt auf 40 Prozent, Facebook auf 31 Prozent. Dort erscheint Ihre Stelle zwischen den Beiträgen von Freunden, nicht in einer Suchmaske.

Offen für einen Wechsel sind viele. In der DBfK-Umfrage „Pflege, wie geht es dir?“ 2026 gaben 20 Prozent der Pflegefachpersonen ohne Führungsverantwortung Folgendes an. Sie hatten in den letzten zwölf Monaten mehrmals wöchentlich oder täglich über einen Arbeitgeberwechsel nachgedacht. 2024 waren es 17 Prozent.

Studie: Die DBfK-Umfrage 2026 hatte 3.003 Teilnehmende und ist nicht repräsentativ. Der Verband versteht sie als Stimmungsbarometer der beruflich Pflegenden. Der Anteil mit Wechselgedanken steigt seit 2024 leicht.

Auch ausgestiegene Fachkräfte sind erreichbar. In der Studie „Ich pflege wieder, wenn …“ (Hans-Böckler-Stiftung, 2022, 12.684 Befragte) konnten sich gut 60 Prozent der Ausgestiegenen eine Rückkehr vorstellen. Knapp die Hälfte der Teilzeitkräfte wäre bereit, die Stunden aufzustocken.

Was sie dafür verlangen, ist konkret. Nach der BMG-Studie „Pflegearbeitsplatz mit Zukunft“ (2023) machen flexible Arbeitszeitmodelle und ein verlässlicher, mit den Mitarbeitenden gestalteter Dienstplan den Pflegeberuf attraktiv. Die Böckler-Studie nennt verbindliche Dienstpläne eine zentrale Bedingung für die Rückkehr.

Praxistipp: Nennen Sie Ihre Dienstplanung in der Anzeige konkret, wenn sie bei Ihnen verlässlich ist. Ein Versprechen, das der Alltag nicht hält, zerstört Vertrauen schneller, als die Anzeige es aufbaut.

Das Team ist dabei oft Ihr stärkstes Argument. Laut DBfK bewerten Pflegefachpersonen ohne Führungsverantwortung die Zusammenarbeit im Team, die Arbeitszeiten und die Dienstplangestaltung eher positiv. Kritischer sehen sie die Wertschätzung durch den Arbeitgeber und die Arbeitsauslastung. Zeigen Sie deshalb Ihr Team und gelebte Wertschätzung, nicht nur Aufgabenlisten.

Wie Imployo das Recruiting für Pflege und Altenhilfe umsetzt

Unser Ablauf besteht aus vier Bausteinen, die Sie im Imployo Hub steuern. Warum Anzeigen in sozialen Netzwerken Fachkräfte erreichen, erklärt der Ratgeber Social Recruiting.

Was ist Social Recruiting in der Pflege? Social Recruiting spricht Fachkräfte über soziale Netzwerke an, auch wenn sie nicht aktiv suchen. Eine Anzeige zeigt eine konkrete Stelle Menschen in der Region. Ein Klick führt zur Bewerbungsseite, und eine kurze Bewerbung ersetzt Lebenslauf und Anschreiben.

Karriereseite für Ihr Pflegeheim oder Ihren Dienst

Ihre Karriereseite zeigt offene Stellen, Standorte und Teams auf einer Seite, mit einem einfachen Weg zur Bewerbung auch mobil. Interessierte finden die Stelle in ihrer Nähe sofort, geordnet nach Bereich und Standort. Wir bauen die Seite zuerst unverbindlich mit Ihren echten Stellen, ohne Vorkasse.

TeamPlayer: Teamkultur zum Anhören

Im TeamPlayer erzählen Mitarbeitende in kurzen Audio- und Video-Clips von ihrem Alltag, sortiert nach Bereichen, Standorten und Fragen. Wer wissen will, wie Ihr Team miteinander arbeitet, hört es von den Kolleginnen und Kollegen selbst. Die Mitwirkung ist freiwillig, veröffentlicht wird nur, was freigegeben ist.

Kampagne: Ihre Stelle bei Fachkräften der Region

Die Anzeige erscheint bei Menschen in Ihrer Region und führt auf eine Bewerbungsseite genau für diese Stelle. Dort steht, was Sie bieten, etwa verlässliche Dienstplanung und ein Team, das zusammenhält. Die Kurzbewerbung dauert rund drei Minuten, die Social-Recruiting-Kampagne läuft rund drei Wochen.

Imployo Hub: Überblick für Leitung und Träger

Im Imployo Hub sehen Sie laufende Kampagnen, Bewerbungsseiten und TeamPlayer. Die Auswertung zeigt, wie viele Menschen Ihre Anzeige gesehen, angeklickt und sich beworben haben. Bei mehreren Standorten sehen Sie die Player nach Standorten und Gruppen geordnet. Zugang erhalten nur Personen, die wir für Sie freischalten.

Was müssen Pflegeeinrichtungen bei Datenschutz und Mitbestimmung beachten?

Clips von Mitarbeitenden sind personenbezogene Daten. Sie gehen nur mit Einwilligung online, und diese muss widerrufbar sein. Das schreiben die DSGVO (Artikel 7 Absatz 3), das KDG (§ 8 Absatz 4) und das DSG-EKD (§ 11 Absatz 3) vor. Der Widerruf muss so einfach sein wie die Einwilligung.

Für Einwilligungen von Beschäftigten ist das DSG-EKD besonders genau. Nach § 49 Absatz 3 zählt bei der Freiwilligkeit die Abhängigkeit im Beschäftigungsverhältnis. Die Einwilligung braucht die Textform, soweit nicht besondere Umstände eine andere Form angemessen machen. Beschäftigte müssen über Zweck und Widerrufsrecht aufgeklärt werden.

Imployo setzt die Freiwilligkeit im Ablauf um. Mitarbeitende wirken freiwillig mit und geben ihre Clips frei. Nichts geht ohne Ihre Zustimmung online, und die Auswertung im TeamPlayer zählt nur Besucher, die zugestimmt haben.

Mitbestimmung: Das KDG stellt in § 53 Absatz 4 klar, dass die Beteiligungsrechte nach der jeweils geltenden Mitarbeitervertretungsordnung unberührt bleiben. Beziehen Sie Ihre Mitarbeitervertretung und Ihren Datenschutzbeauftragten vor dem Start ein.

So läuft der Einstieg

  1. Erstgespräch: In 30 Minuten klären wir, wo Sie stehen. Das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.
  2. Abstimmung: Wir legen Stelle, Region und Zielgruppe fest. Für die Karriereseite sichten wir Ihre Website, Stellen und Standorte. Sie müssen nichts zuliefern.
  3. Inhalte entstehen: Wir erstellen Bewerbungsseite, Fragenkatalog und drei Anzeigenmotive mit Werbetexten. Der TeamPlayer sammelt die freiwilligen Clips Ihres Teams.
  4. Freigabe: Im Imployo Hub öffnen Sie jeden Baustein, geben ihn frei oder kommentieren ihn. Erst wenn alles freigegeben ist, startet die Kampagne.
  5. Start und Auswertung: Die Anzeigen laufen rund drei Wochen. Danach werten wir mit Ihnen aus und verbessern Anzeigen und Bewerbungsseite für den nächsten Durchlauf.

Fazit: Sprechen Sie mit uns über Ihre Stellen

Recruiting für Pflege funktioniert, wenn Reichweite und Vertrauen zusammenkommen. Pflegekräfte gewinnen Sie, indem Sie sichtbar werden bei Menschen, die gerade nicht suchen, und ihnen zeigen, wie Arbeit bei Ihnen aussieht. Verlässliche Dienstplanung und Ihr Team sind dafür die stärksten Argumente.

Karriereseite, TeamPlayer und Kampagne greifen dabei ineinander, und der Imployo Hub hält alles für Sie zusammen. Sie entscheiden über Inhalte und Freigaben, wir übernehmen Konzeption, Umsetzung und Betreuung. Im 30-minütigen Erstgespräch klären wir, welche Stelle zuerst an der Reihe ist. Erstgespräch vereinbaren

Quellen

  • Pflegevorausberechnung: Bis 2049 werden voraussichtlich mindestens 280 000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt, Statistisches Bundesamt (Pressemitteilung Nr. 033), 2024, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_033_23_12.html
  • 5,7 Millionen Pflegebedürftige zum Jahresende 2023, Statistisches Bundesamt (Pressemitteilung Nr. 478), 2024, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/12/PD24_478_224.html
  • Blickpunkt Arbeitsmarkt: Arbeitsmarktsituation in Pflegeberufen, Bundesagentur für Arbeit, Jahresdurchschnitt 2025, https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-im-Fokus/Berufe/Online-KV/Pflege.html
  • Fachkräfteengpassanalyse 2025, Bundesagentur für Arbeit (Blickpunkt Arbeitsmarkt), Mai 2026, https://www.frauundberuf-bw.de/fileadmin/FuB-contentbilder/themen/2025_BA-FK-Engpassanalyse.pdf
  • Social Media zwischen Wachstum und Sättigung (ARD/ZDF-Medienstudie 2025), Florian Tippelt, Media Perspektiven 31/2025, https://www.media-perspektiven.de/publikationsarchiv/2025/detailseite-ard-zdf-medienstudie-2025/social-media-zwischen-wachstum-und-saettigung-nutzungsmuster-und-plattformdynamiken-in-deutschland?type=321
  • Pflege, wie geht es dir? Umfrage 2026, Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), 2026, https://www.dbfk.de/media/docs/newsroom/pressemitteilungen/2026/Pflege-wie-geht-es-dir-2026.pdf
  • „Ich pflege wieder, wenn …“: Mindestens 300.000 zusätzliche Pflegekräfte möglich, Hans-Böckler-Stiftung, 2022, https://www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-neue-studie-mindestens-300-000-zusatzliche-pflegekrafte-40798.htm
  • Pflegearbeitsplatz mit Zukunft: Ergebnisse der Studie zur Arbeitsplatzsituation in der Akut- und Langzeitpflege, Bundesministerium für Gesundheit, Mai 2023, https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/K/Konzertierte_Aktion_Pflege/BMG_Ergebnisse_der_zweiteiligen_Studie_Arbeitsplatzsituation_bf.pdf
  • Gesetz über den Kirchlichen Datenschutz (KDG), Fassung vom 24. November 2025, Verband der Diözesen Deutschlands, https://www.caritasnet.de/export/sites/dicv/.content/.galleries/downloads/20251124-KDG-und-KDG-DVO-Beschlussfassung-Nov.-2025.pdf
  • EKD-Datenschutzgesetz (DSG-EKD), Amtsblatt der EKD Nr. 1/2025, https://kirchenrecht-ekd.de/pdf/57226.pdf
  • Datenschutz-Grundverordnung, Artikel 7, https://dejure.org/gesetze/DSGVO/7.html
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